Diagnostik und Therapie

Klinische Diagnostik

Die klinische Untersuchung ist die Basis jeder handchirurgischen Diagnose dar und daher für die Beurteilung handchirurgischer Veränderungen überaus wichtig. Die meisten handchirurgischen Krankheitsbilder können durch eine fachgerechte Untersuchung bereits eingegrenzt oder sogar diagnostiziert werden. Auch Zusatzuntersuchungen wie Magnetresonanztomographien (MRT) oder Computertomographien (CT) sollten erst nach einer differenzierten handchirurgischen Beurteilung erfolgen, da nur dann genaue Vorgaben hinsichtlich der Notwendigkeit einer Kontrastmittelgabe oder der Schnittebenen möglich sind. Unnötige und teure Wiederholungsuntersuchungen werden so sinnvoll vermieden.


Röntgendiagnostik

Die Röntgendiagnostik ist vor allem bei knöchernen Veränderungen der Hand unabdingbar und bietet in diesen Fällen den primären Ausgangspunkt für weitere Untersuchungen. Erst standardisierte Röntgenbilder erlauben durch die überlagerte Darstellung mehrerer Knochen und deren Position zueinander eine zuverlässige Beurteilung zusätzlicher MR- oder CT-Untersuchungen. Gemeinsam mit einer klinischen Untersuchung kann so in vielen Fällen eine zuverlässige handchirurgische Diagnose gestellt werden. Die Handchirurgie Seefeld bietet eine moderne digitale Röntgentechnik an, mit der Röntgenbilder der Hand strahlungsarm erstellt und digital weiterverarbeitet werden können.


Ultraschalldiagnostik

Die Sonografie ist durch die stetige Weiterentwicklung hochfrequenter linearer Schallköpfe mittlerweile auch in der Diagnostik der Hand unverzichtbar geworden. Der Einsatz des Ultraschalls erlaubt eine rasche Differenzierung handchirurgischer Krankheitsbilder, die aufgrund der Nähe der einzelnen anatomischen Strukturen eine Herausforderung sein kann. Die genaue Zuordnung und Lokalisation von Befunden ist vor allem vor Operationen (präoperativ) äußerst hilfreich, da Zusatzuntersuchungen reduziert, operative Explorationen unklarer Situationen vermieden und das Zugangstrauma minimiert werden können. Bei entzündlichen, degenerativen und traumatischen Veränderungen kann die Sonografie so die Entscheidungsfindung zwischen konservativem und operativem Vorgehen lenken. Selbst Tumoren der Hand  können aufgrund ihrer typischen sonografischen (sonopathologischen) Strukturmerkmale eingegrenzt werden, was eine differenziertere tumorchirurgische Operationsplanung ermöglicht. Ultraschall-gesteuerte Interventionen können operative Therapien ergänzen und diese im Sinne einer „minimalinvasiven“ Alternative sogar überflüssig machen.

Dr. Sebastian Kluge verfügt über eine jahrelange Expertise in der Ultraschalldiagnostik der Hand. Er ist Autor zahlreicher nationaler und internationaler Vorträge und Publikationen sowie Mitglied und Ausbilder der Schweizerischen Gesellschaft für Ultraschallmedizin (SGUM). Darüber hinaus ist er Herausgeber eines umfassenden Lehrbuchs zum Thema „Ultraschalldiagnostik der Hand“, das im Springer-Verlag erschienen ist. Durch die konstante Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Experten auf diesem in der Handchirurgie immer noch neuen Spezialgebiet wird in der Praxis Seefeld eine hohe Qualität der sonografischen Untersuchungen gewährleistet.

Konservative Therapie

Steht die Diagnose einer Erkrankung oder Verletzung fest, gibt es in den meisten Fällen sowohl konservative als auch operative Therapiemöglichkeiten. Mit Ausnahme der wenigen Fälle, bei denen primär ein operatives Vorgehen gewählt werden muss, kann fast immer mit einem konservativen Behandlungsversuch begonnen werden. Je nach Schwere der Erkrankung und Ausmaß der Beschwerden stehen entzündungshemmende Medikamente und eine kurzzeitige Schonung im Vordergrund. Auch die gezielte Infiltration eines Befundes, die in der Handchirurgie Seefeld ultraschallgesteuert angeboten wird, kann vor allem bei Sehnenscheidenentzündungen (Tendovaginitis stenosans, Tendovaginitis de Quervain), frühen Formen der Arthrose am Handgelenk, dem Daumensattelgelenk und den Fingergelenken sowie bei entzündlichen Erkrankungsschüben und Handgelenksganglien eine vorübergehende bzw. dauerhafte Besserung herbeiführen. Ein weiterer wichtiger Pfeiler der konservativen Therapie ist die physio- und ergotherapeutische Mitbehandlung (Handtherapie), die ebenfalls in den Praxisräumlichkeiten möglich ist. Durch eine enge, praxisinterne Zusammenarbeit mit dem Team der Handtherapy Zurich kann vor Ort ein sehr hoher Behandlungsstandard gewährleistet werden.


Operative Therapie

Schlagen konservative Therapiemaßnahmen fehl oder sind sie aufgrund der Schwere der Erkrankung oder Verletzung nicht sinnvoll, kommt ein operatives Vorgehen zum Tragen. Je nach Diagnose können offene, endoskopische und arthroskopische Operationstechniken angeboten werden, die anhand der jeweiligen Erkrankung individuell besprochen werden sollten. Die Operationen selbst werden vom behandelnden Arzt in einem Operationszentrum oder einem Belegspital durchgeführt. Die Handchirurgie Seefeld hat hierfür mit mehreren Partnern Kooperationsverträge abgeschlossen.